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Vorbericht: Auswärtsspiel in Oelde für unsere Erwachsenen

Neu formierte Mannschaft vor großer Herausforderung – und mit viel Rückenwind

Am kommenden Sonntag, den 27. September 2026, wartet auf die neu formierte Erwachsenenmannschaft der Hockeyabteilung des TV Datteln 09 die bislang größte Herausforderung der noch jungen Saison. Um 17 Uhr geht es auswärts zum TV Jahn Oelde – und damit zum aktuellen Tabellenführer der 2. Verbandsliga.

Oelde ist mit zwei Siegen optimal in die Saison gestartet und hat damit direkt unterstrichen, dass die Mannschaft in dieser Spielzeit zu den Aufstiegsfavoriten gehört. Für die Dattelner also eine echte Standortbestimmung. Doch von einem ungleichen Duell möchte in der Kanalstadt niemand sprechen.

Denn die Mannschaft von Trainer Philipp Hesselmann hat in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Für Datteln ist es schließlich die erste Saison dieser neu zusammengestellten Mannschaft auf dem Großfeld in der Verbandsliga – und das mit einer Besonderheit: Herren und Damen gehen gemeinsam in der Herrenliga auf Punktejagd.

Von 1:6 zu 2:1 – die Entwicklung stimmt

Der Saisonstart gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Dortmund verlief mit einer deutlichen 1:6-Niederlage zunächst ernüchternd. Doch schon im zweiten Spiel zeigte sich ein völlig anderes Bild. Beim Heimspiel gegen den RHTC Rheine 2 gelang nicht nur ein 2:1-Erfolg, sondern vor allem eine deutliche spielerische Steigerung. Datteln erspielte sich zahlreiche Torchancen, zeigte deutlich mehr Struktur im eigenen Spiel und trat als Mannschaft wesentlich geschlossener auf. Die beiden Treffer erzielte Rückkehrer Devin Bonk – per Strafecke und Siebenmeter. Einziger Wermutstropfen: Die Chancenverwertung ließ noch Luft nach oben. Denn eigentlich hätte die Mannschaft aufgrund der erspielten Möglichkeiten durchaus noch deutlicher gewinnen können.

„Wir haben gegen Rheine schon sehr viel von dem gesehen, was wir uns vorstellen“, sagt Trainer Hesselmann. „Vor allem offensiv haben wir uns viele Chancen erarbeitet. Jetzt müssen wir nur noch lernen, diese konsequenter zu nutzen.“

Auch defensiv wird die Mannschaft von Woche zu Woche stabiler.

Erfahrung, Unbekümmertheit und jede Menge Qualität

Im Zentrum der Dattelner Defensive stehen mit Linus Wurm und Max Klocke zwei erfahrene Innenverteidiger. Auf den Außenbahnen sorgen Lena Kohberg und Marie Tschismar für eine besondere Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Unbekümmertheit. Gerade die beiden Damenspielerinnen haben in den ersten Spielen für Aufmerksamkeit gesorgt.

„Lena und Marie sind eine unfassbare Bereicherung für diese Mannschaft“, meint Hesselmann. „Lena bringt mit ihrer Erfahrung aus höheren Ligen viel Ordnung und Struktur in unseren Aufbau. Sie ist ein Fels in der Brandung auf unserer rechten Seite, leitet aber gleichzeitig immer wieder unsere Offensive ein.“ Und auch Marie Tschismar sorgt für Begeisterung. „Marie ist mit ihren 18 Jahren total unbekümmert. Sie traut sich mittlerweile starke individuelle Aktionen zu und zockt erfahrene und gestandene Herrenspieler aus, die in diesen Szenen teilweise nur noch zugucken dürfen. Unfassbar stark!“

Für Hesselmann ist der gesamte Mix aus Erfahrung, Unbekümmertheit, unterschiedlichen Spielertypen und der gemeinsamen Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Entwicklung: „Diese Mischung ist perfekt für uns und für unsere Spielidee, die wir gerade gemeinsam entwickeln. Sie ergänzt unsere starke Innenverteidigung perfekt und gibt der gesamten Mannschaft viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.“

Rückkehrer bringt neuen Schwung

Auch im Mittelfeld hat sich die Mannschaft gefunden. Viele bekannte Gesichter aus den vergangenen Hallensaisons übernehmen inzwischen auch auf dem Großfeld immer mehr Verantwortung und entwickeln sich dabei sowohl offensiv als auch defensiv kontinuierlich weiter. Dazu kommt mit Devin Bonk ein Rückkehrer, der nach einer Hockeypause wieder zum Schläger gegriffen hat. Der Rückkehrer stammt aus der Dattelner Hockeyjugend und hat sich schnell wieder in die Mannschaft integriert.

„Devin fügt sich nahtlos in unsere Spielidee ein und bringt viel Bewegung rein“, sagt Hesselmann. „Und dazu trifft er auch noch in entscheidenden Situationen wie gegen Rheine. Ein echter Gewinn für uns.“

Im Angriff trifft Erfahrung auf Rückkehrer-Mentalität: Lenny Baumeister ist ebenfalls nach einer Hockeypause wieder dabei und bildet gemeinsam mit Timo Maluck die vorderste Reihe. Maluck hatte bereits in der vergangenen Hallensaison seine offensiven Qualitäten unter Beweis gestellt.

Drei Torhüter, auf die Verlass ist

Eine weitere Stärke der Dattelner Mannschaft liegt zwischen den Pfosten. Mit Jonas Kriegel und Sven Lückenbach stehen die beiden Herren-Torhüter im Kader. Ergänzt werden sie durch Sofia Mikolajewski, die als Damentorhüterin ebenfalls regelmäßig zum Einsatz kommt. Gegen Rheine stand Sofia rund drei Viertel der Partie im Tor und überzeugte dabei mit einer starken Leistung.

„Sofia hat einen unfassbar guten Job gemacht“, sagt Mannschaftsbetreuer Markus Schreckenberg. „Auf unsere drei Goalies kann sich diese Mannschaft verlassen. Das ist eine echte Stärke.“

Viele Entwicklungsschritte – aber kein Einzelner steht über dem Team

So viele Namen in einer Mannschaftsgeschichte genannt werden können: Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der ersten beiden Saisonspiele ist, dass sich die aktuelle Mannschaft gerade nicht über einzelne Spielerinnen oder Spieler definiert. Auch die übrigen bekannten Gesichter der Herren und die inzwischen hervorragend integrierten Damenspielerinnen machen Woche für Woche große Entwicklungsschritte.

„Uns fällt es echt schwer, jemanden aus dem Team herauszunehmen, der oder die sich besonders stark entwickelt oder heraussticht“, erklärt Hesselmann. „Alle arbeiten jede Woche unfassbar hart am Erfolg und an der Entwicklung des Teams.“

Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand bereits viele Jahre Hockeyerfahrung mitbringt oder zu den Urgesteinen der Mannschaft gehört.

„Von der jungen Damenspielerin über den erfahrenen Herrenspieler bis hin zu unseren Urgesteinen – alle begeistern mich mit ihrer Entwicklung und ihrer Disziplin. Da möchte ich niemanden besonders hervorheben.“

Und genau das scheint aktuell eine der größten Stärken der Mannschaft zu sein.

Beim Spiel gegen Rheine war neben der sportlichen Entwicklung vor allem eines auffällig: die Stimmung innerhalb der Mannschaft. Die Kommunikation auf dem Platz funktionierte, Verantwortung wurde übernommen und auch nach schwierigen Situationen blieb die Mannschaft zusammen.

„Es war toll zu sehen, wie so viele unterschiedliche Charaktere gemeinsam Verantwortung übernehmen, um eine gemeinsame Entwicklung zu machen“, lobt Schreckenberg.

Und genau diese Entwicklung macht die Partie in Oelde so interessant. Denn natürlich wartet mit dem Tabellenführer ein Gegner, der bereits bewiesen hat, dass er in dieser Saison ganz oben mitspielen möchte. Gleichzeitig fährt Datteln aber mit dem Selbstvertrauen aus dem ersten Saisonsieg und einer deutlich ansteigenden Leistungskurve nach Oelde.

„Egal, wie die Spiele ausgehen, wir sind bisher immer super zufrieden mit und stolz auf die Entwicklung gewesen“, sagt Hesselmann. „Die Ergebnisse sind für uns aktuell noch etwas zweitrangig. Dass wir nach zwei Spielen bereits drei Punkte haben, ist natürlich der total geile Bonus zu unserer steilen Entwicklungskurve.“

Am Sonntag um 17 Uhr wartet nun also der Tabellenführer. Für die Dattelner geht es dabei nicht nur um Punkte, sondern vor allem darum, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, sich gegen einen starken Gegner zu behaupten und die eigene Entwicklung auf dem Großfeld fortzusetzen. Ob dabei am Ende drei Punkte, ein Punkt oder eine Niederlage stehen, wird erst nach dem Schlusspfiff feststehen. Was die Mannschaft in den ersten beiden Spielen bereits gezeigt hat, macht jedoch deutlich: Mit dieser Truppe ist in dieser Saison noch einiges möglich.

Und wer erleben möchte, wie sich die neu formierte Mischung aus Herren und Damen weiterentwickelt, sollte sich den nächsten Heimtermin direkt vormerken:

Sonntag, 4. Oktober 2026 | 18:00 Uhr
Heimspiel auf dem Sportplatz des SW Meckinghoven gegen TV Werne 03